Tönisberger Denkmäler

 


 

Schachtanlage Niederberg 4

   (Denkmal seit 2015)

 

Die gesamte Schachtanlage wurde in unmittelbarer Nachbarschaft zur historischen Bockwindmühle auf dem Mühlenberg in den Jahren 1960/62 gebaut. Sie ist die westlichst gelegene Kohlenzeche des Ruhrbergbaus. 2001 wurde der Betrieb eingestellt und der Schacht verfüllt.

Im Februar 2015 wurden Fördergerüst, Schachthalle und Fördermaschinenhaus in die Denkmalliste der Stadt Kempen eingetragen, da sie bedeutend für die Geschichte des Menschen und die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse sind.

Eigentümerin ist die Ruhrkohle AG.

Grabstein der von Pelden gen. Cloudt

           (Denkmal seit 2015)    

 Hier ruhen

Friedrich von Pelden

genannt Cloudt.

geb.d.3.Jan.1800,zu Capellen

gest.d.7.Jan.1873,zu St.Tönisberg.

Wilhelm von Pelden

genannt Cloudt

geb.d.12.April 1805,zu Hohenbudberg

gest.d.13.März 1873,zu St.Tönisberg.

Wilhelmine von Pelden

genannt Cloudt

geb.d.20.August 1797,zu Mörs

gest.d.23.Oct.1879,zu St.Tönisberg.

 Die Geschwister sind auf Haus Erprath gestorben. Sie waren die letzten adeligen Besitzer des Tönisberger Rittergutes Erprath. 

                    

                              Altes Missionskreuz
                                        (Denkmal seit 1988)

Das Kreuz hängt an der neuen Kirche hinter dem Chor über dem Grundstein. 
Bis zum Abriss der alten, barocken Pfarrkirche 1893 stand es als Missionskreuz 
mit Korpus vor der Kirche auf dem Kirchhof. Nach der Weihe des neuen Kirchbaus 1894 wurde es als Chorkreuz
hinter den Hochchor gehängt. Der senkrechte Kreuzbalken war so lang, dass er den Grundstein verdeckte. 1934 ließ Pfarrer Kirschbaum das Kreuz restaurieren, den Balken kürzen und
einen neuen Christuskorpus anbringen, weil Frevler während der belgischen
Besetzung des Rheinlandes Hände und Füße des Tonkorpus zerstört hatten. In der 80er-Jahren des 20. Jahrh. wurde der alte Korpus im Boden unter dem
Kreuz gefunden, aufwändig restauriert und dem Kempener Kramermuseum
als Leihgabe übergeben. Er hängt jetzt in der Paterskirche. Das Schutzdach wurde gestiftet.
Katholische Kirche
St. Antonius Tönisberg
Denkmal seit 1983 (einschl. der gesamten Inneneinrichtung)

Einschiffige, neugotische Hallenkirche mit Kreuzrippengewölbe, gebaut 1894 nach Abbruch der alten Barockkirche von 1537. Der Turm der alten Kirche blieb erhalten, wurde jedoch
umgebaut und um ein Stockwerk erhöht.
Turmhöhe sind 52,80 m bis Hahn. 
Bis Juni 2012 Pfarrkirche der Pfarre St. Antonius Tönisberg. Nach Zusammenlegung der Pfarren St. Antonius Tönisberg, St. Hubertus Schaephuysen und St. Nikolaus Rheurdt zur neuen Pfarre St. Martinus in Rheurdt ist die Kirche Filialkirche.  



Kastenbockwindmühle
Denkmal seit 1925

1802 wurde die Mühle mit zwei Mahlgängen gebaut. Erster Pächter war Anton Schouten. Der letzte Pächter Carl Rögels arbeitete bis 1913 mit der Mühle. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt, 1949 schon die Wiederherstellung mit einem Fest gefeiert.
1970 ist die Mühle vom Mühlenbauer J. Vosdellen vollkommen demontiert und 1973 wieder neu aufgestellt worden. Die Tönisberger feierten das mit dem 2. Mühlenfest.
Heute öffnet der Heimatverein Tönisberg e.V. die Mühle regelmäßig am Pfingstsmontag für Besucher.




Haus Baaken
Denkmal seit 1983

Das Haus blickt auf eine über 250 Jahre lange Geschichte als Gasthof zurück und hieß früher auch „Jägerhof“ und „Restauration zum Hirsch“. Der älteste Gebäudeteil, in welchem heute die Heimatstube des Heimatvereins Tönisberg untergebracht ist, stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Das Hauptgebäude, ursprünglich im Jahre 1611 als Fachwerkbau errichtet, erhielt seine heutige Gestalt im Jahre 1750. Dies wird durch die eiserne Giebelzier belegt. Zu diesem Zeitpunkt erhielt das Gebäude Umfassungsmauern aus Backstein, die an den beiden Straßenseiten im Spätbarockstil gestaltet sind. Besonders schön der Schweifgiebel mit den Kugelaufsätzen. In den früheren Gasträumen und der Opkammer befindet sich seit 2008 das private Museum für Niederrheinische Pottbäckerkeramik.




Antoniuskapelle
(Denkmal seit 1991)

Das ehemalige Cobbers-Heiligenhäuschen stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Es wurde von den Besitzern des gleichnamigen Hofes (Haag) an der Wegegabelung errichtet, wo sich die alte Chaussee von Cöln nach Nimwegen mit einem Dorfweg über den Berg zum Cobbershof kreuzte. Um 1845 wurde die Chausseestraße in den Talgrund verlegt. Die Vorhalle stammt aus dem 19. Jahrhundert. 1935 ersetzte der Tönisberger Lorenz Hermes die Einrichtung durch ein Tonrelief des heiligen Antonius (Mönchsvater). Von da an nannte man das Heiligenhäuschen nur noch Antoniuskapelle.




Evangelische Kirche Tönisberg

Die evangelischen Christen Tönisbergs haben ihr Gemeindezentrum mit Kirche am Feldweg. Nach der Fertigstellung des Pfarrhauses beschloss das Presbyterium den Bau eines Gemeinde-zentrums mit Kirche. Mit dem Bau wurde im März 1974 begonnen und am 7. April 1974 der Grundstein gelegt. Die vorher für Gottesienste dienende Zeltkirche wurde abgebrochen und nach Strümp versetzt. Das neu erstellte Gemeindezentrum wurde am 27. April 1975 durch Landeskirchenrat Obendiek eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. "Jetzt hat auch die jüngste und kleinste Gemeinde im evangelischen Kirchenkreis Krefeld eine würdige Andachtsstätte," hieß es in der Einweihungsrede.




Alte Schule
(Denkmal seit 2001)

Da die Dorfschule an der Vluyner Straße für die 201 Schulkinder des Ortes zu klein geworden war, baute die Gemeinde Tönisberg 1880 ein neues Schulgebäude mit Lehrerwohnung an der Hülser Straße. 1910 musste ein weiterer Klassenraum aufgestockt werden. Seit 1966 wird das Gebäude nicht mehr als Schule genutzt und 2007 verkauft. Das Haus wurde denkmalgerecht saniert und zu Wohnungen umgebaut.




Haus Erprath
(Denkmal seit 1992)

Das Herrenhaus mit zugehöriger Hofanlage und Park stammen aus dem 19. Jahrhundert. Ursprünglich war Erprath ein freiadeliges Gut mit großem Landbesitz. 1873 verkaufte Robert Georg Wilheln von Pelden gent. Cloudt den Besitz an Anton Hamers aus Krefeld. Seit dieser Zeit haben die Besitzer mehrmals gewechselt.




Haus Padenberg
(Bodendenkmal seit 1998)

Padenberg, "Op et Hues" genannt, war ursprünglich ein Rittergut mit Burg und Vorburg und mit Wassergräben umgeben. 1763 wurde die Burg stark beschädigt und seither nicht mehr genutzt. Eine Luftmine zerstörte 1942 letzte Reste. Die Gräben sind im 20. Jahrh. fast alle zugeschüttet worden.




Michelshof
(Denkmal seit 1992)
-Rheinstraße 28-

Derick Michels ist bereits im Kirchenrechnungsbuch von 1730 als Besitzer des Hofes mit Schmiede genannt. Der Hof ist eine vierflügelige Backsteinhofanlage. Das daran anschließende Wohnhaus ist von 1845. Erbauer ist der Bürgermeister Wilhelm Brackelmanns




Vreehof
(Denkmal seit 1983)
-Achterberg 18a-

Der Vreehof ist im Kirchenrechnungsbuch von 1730 mit seinem Besitzer Gerhard Rutters aufgeführt. Der Fachwerkbau war ein niederrheinisches Bauernhaus, in dem Mensch und Vieh unter einem Dach lebten. 1980/86 wurde die Anlage in vorbildlicher Weise restauriert und als Wohnhaus umgebaut.




Villa Marienhöhe
(Denkmal seit 1992)
-Achterberg 9-

Die freistehende Villa auf dem Wolfsberg wurde 1903 errichtet. Der Schriftzug "Marienhöhe" und das Mosaik mit dem Rotkäppchenmotiv wurden 1925 angebracht, als das Haus Kindererholungsheim war. Heute ist die Villa in Privatbesitz.




Schusterbour (Haag)
(Denkmal seit 1992)

Vierflügelige Backstein-Hofanlage aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das zweigeschossige Hauptgebäude ist in 10 Achsen geteilt. Die vorgeblendete Putzfassade ist durch Sockel- und Konsolengesims gegliedert.In dem Gebäude befand sich bis ins 20. Jahrh. eine Gaststätte.




Seemannshof
(Denkmal der Gemeinde Rheurdt - jedoch zur Kirchengemeinde Tönisberg gehörend)

Der Seemanshof, ehemals Haus Semont, war ein Adelssitz in der Vorgtei Geldern. Die vierflügelige Hofanlage, früher von Wassergräben umgeben, überragt das zweigeschossige Wohnhaus. Es wurde Anfang des 18. Jahrh. von den Familien von Aach und von Kettelinghs errichtet. Nachweisbare Besitzer aus dem 15. Jahrh. war die Familie Op den Bergh.




Haus Leyenburg
(Denkmal der Gemeinde Rheurdt, früher aber zur Kirchengemeinde Tönisberg gehörend)

Gut Kiekhorst, nahe der Grenze zur Grafschaft Mörs liegend, urkundlich 1349 erwähnt, wurde im 18. Jahrh. vom Krefelder Seidenhändler Friedrich von der Leyen erworben und zum Schloss umgebaut. Um 2002 wurde das Schloss vom neuen Besitzer von Grund auf restauriert.




Grabmal Keens/Wormann
Denkmal seit 2012
- Hauptweg linke Seite -

Der Bauer Peter Keens (Lind) starb am 11.11.1900. Das Grab ist demnach das älteste, erhaltene auf dem Friedhof Durch Heirat der Sibylla Keens mit Johann Wormann kam der Hof in eine andere Namenslinie. Der Friedhof wird seit 1840 genutzt, doch leider sind keine älteren Grabstellen mehr erhalten. Aus diesem Grunde hat sich der Heimatverein Tönisberg e.V. für die Unterschutzstellung eingesetzt.



 

Grabmal Haffmans/Münnix
Denkmal seit 2012
- Hauptweg linke Seite -

Lorenz Haffmans war von Beruf Küfer. Sein Haus steht an der Rheinstraße nahe der Kirche. Er war der erste Postagent im Ort und öffnete am 8.12.1873 in seinem Haus eine Postagentur. Sohn Hubert übernahm Küferei und Post von seinem Vater. Seine Schwester Maria halt ihm bei der Post bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Hubert war auch Organist in der Pfarrkirche.

 

 

Grabmal Tenhaeff/Kläckes
Denkmal seit 2012
- Hauptweg linke Seite -

Uhrmachermeister und Organist Theodor Tenhaeff, gestorben am 27.7.1913 und seine Ehefrau Katharina Gertrud, geborene Hoesemanns, gestorben 3.9.1904, waren die Eltern des Gründers der Straelener "Obst- und Gemüseversteigerung" Hans Tenhaeff.

 

 

Grabmal Schürmanns
Denkmal sei 2012 Irrtümlich abgeräumt.
- Hauptweg linke Seite -

Die Eheleute Gerhard Schürmanns besaßen auf der Rheinstraße vor der Kirche einen Kolonialwarenladen, der später von den unverheirateten Kindern bis nach dem Zweiten Weltkrieg weitergeführt wurde. Sohn Johann war Küster und bis 1934 Bürgermeister und Gemeindevorsteher. Durch einen Irrtum wurde das Grab im Dezember 2011 abgeräumt und der Grabstein entsorgt.

 

 

Grabmal Brackelmanns
Denkmal seit 2012
-Hauptweg linker Seitenweg-

Die Familie Brackelmanns waren Besitzer des Michelshofes an der Rheinstraße (Denkmal) und prägten durch ihre Tätigkeit als Bürgermeister zwei Generationen das Dorf Tönisberg.

 

 

 

Termine


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